Moskau ruft: Cassis auf den Spuren von Orbán

Victor Orbán – machte Ignazio Cassis Moskau vor. (Montage) Victor Orbán – machte Ignazio Cassis Moskau vor. (Montage)

Aussenminister Ignazio Cassis reist nach Moskau – und dann Kiew. Das macht ihn zum ersten westlichen Regierungspolitiker, der seit Kriegsausbruch in der Ukraine beide Hauptstädte besucht. Ungarns Premier Victor Orbán machte es ihm vor, doch auf Partisanen-Mission.

Der FDP-Bundesrat machte die Ankündigung beim Parteitag in Genf. Als OSZE-Präsident «werde ich bald Kiew und Moskau besuchen», so Cassis, der die Ankündigung wie nebenbei in einen Diskurs über «Schrödingers Zeitwende» einfliessen liess:

Wir leben mitten einer «Schrödinger Zeitenwende». Ein Quantensprung (…) Wir brauchen keinen Doktortitel in Quantenphysik, um zu erkennen: Die Zeitenwende ist da (…) Beenden wir die Schrödingers Zeitenwende und nehmen wir unser Schicksal in die eigene Hand.

Wie Blick berichtet, macht dies Cassis zu einem Pionier. Kein westlicher Regierungspolitiker vor ihm wagte die Doppelreise seit Kriegsbeginn – mit Ausnahme von Orbán, der inoffiziell ohne Mandat reiste, scharfe EU-Kritik einsteckte und trotz Sanktionen zu Russland hält.


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