Migranten sind oft überzeugtere Schweizer als jene, die zufällig hier geboren wurden. Nicht, weil sie besser sind. Sondern weil sie es bewusster sind. Viele Einwanderer sind dankbar für die Hilfe und Chancen, die sie erhalten. Sie geben alles, integrieren sich, versuchen mit Eifer und Stolz ihre neue Heimat zu werden. Die Schlagzeilen – das ist eine laute Minderheit von Grossmäulern, nicht die schweigende Mehrheit von hart arbeitenden, respektvollen Zuwanderern, die ihre neue Heimat oft glühender lieben als Einheimische.
Influencer Joung Gustav warnt, Schweizer könnten im eigenen Land «aussterben». Migros schmeisst ihn raus. Coop auch. Und er spielt den Märtyrer: «Sei links oder sei ruhig.»
Nett. Aber weisst du, wer in dieser Geschichte wirklich ruhig ist?
Der Eritreer, der seit sieben Jahren jeden Morgen um fünf aufsteht und Zürich sauber hält. Die Portugiesin, die drei Jobs macht und trotzdem Steuern zahlt, Deutsch lernt, die Kinder in die Schule schickt und am Nationalfeiertag mitsingt – lauter als die Einheimischen, die grad zu müde sind. Der Kosovare, der ein KMU aufgebaut hat, zwölf Schweizer angestellt und nie einen Rappen Sozialhilfe bezogen hat.
Die reden nicht. Die arbeiten.
Wie eigentlich Auslandschweizer. Auch sie sind Migranten – und generell keine Linken. Sie müssen sich ihr Leben selber verdienen, ohne staatliche Sozialhängematten. Und ihre Kinder sind oft Schweizerischer als sie. Sie wertschätzen, was über Generationen erarbeitet wurde.
Diese Migranten machen keine TikToks über das «Aussterben». Die sterben nicht aus – sie bauen auf.
Und da kommt einer mit 5,5 Millionen Followern und erzählt uns, die seien das Problem. Die laute Minderheit von Grossmäulern bestimmt die Schlagzeilen. Die schweigende Mehrheit schuftet, integriert sich, und wird – ja, oft – zu grösseren Patrioten als jene, die hier zufällig geboren wurden und das für ein Verdienst halten.
Wer nichts dafür getan hat, Schweizer zu sein, der soll vielleicht etwas leiser sein über jene, die alles dafür getan haben, einer zu werden.
Migros hat einen Geschäftsentscheid getroffen. Coop auch – und die sagen sogar: schlechte Nachfrage. Marktwirtschaft, Baby. Kein Märtyrertum nötig.
Halt mal kurz inne, bevor du den Zuwanderer als Buhmann hinstellst. Migranten werden oft überzeugtere Schweizer als Einheimische – und das ist kein Zufall. Wer kämpfen muss, um Schweizer oder Deutscher oder Ami zu sein, ist es oft mehr als jene, die es einfach sind.
Der echte Schweizer Wert? Nicht Herkunft. Verantwortung. Eigenverantwortung – von Menschen, die gar keine andere Wahl hatten.
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